2018.07.03. Das Thema des Monats: der Wörthersee Teil 1.

In Juli starten wir mit dem Projekt „Thema des Monats“. Was bedeutet das?

In jedem Monat erscheinen hier einige meiner Bilder, die ich im genannten Thema fotografiert habe. Dazu werde ich interessante Beschreibungen und einige Tricks geben.
Das Thema in Juli ist der WÖRTHERSEE, der beliebteste See in Kärnten. Seit Juni können Interessierte an meinen spannenden Workshops teilnehmen, wo wir von bekannten und unbekannten Spots um den Wörthersee Aufnahmen machen und in der Praxis einige Tricks uns aneignen, mit denen wir unsere Fotos besser, interessanter und geniessbarer machen können.

Mein Bild und Tip von heute:
Abenddämmerung im Hafen. Am Tag des Fotografierens hat ein starker Wind geweht. In dieser Situation ist es egal wie ich mich angestrenge, die Schiffe bewegen sich. Was kann man also machen? Die Lösung ist einfach: wenn das Bild nicht unbeweglich sein kann, dann sollen wir es sichtbar beweglich machen. Mit einer langen Belichtungszeit habe ich die Bewegung der Segelschiffe vergrössert und eine geheimnisvollere Stimmung geschaffen.

http://www.gaborfoto.eu/en/worthersee-photo-workshops-2/

 

 

#liebezumlicht #fenyszeretete #GaborFoto #Woerthersee #wortito#fotoworkshop #ahonaptemaja #themadesmonats

2018.07.14. Das Thema des Monats: der Wörthersee Teil 2.

Wir setzen mit dem Projekt „Thema des Monats“ fort (Teil 1,). Das Thema in Juli ist der WÖRTHERSEE. Beim Landschaftsfotografieren geben die guten Lichtverhältnisse schon den halben Erfolg. Die richtigen Profis wählen den richtigen Spot durch mehrere Feldstudien (Geländebesichtigung), und Untersuchung des Verlaufs der Sonne und der Sternen aus. Trotz allem kann natürlich vorkommen, dass etwas sich nicht gemäss der Vorstellung entwickelt und das Fotografieren wiederholt werden muss. Aber wann sind denn diese gute Lichtverhältnisse? Meistens um den Sonnenaufgang und Sonnenuntergang, wenn die Sonne nocht nicht oder nicht mehr so hoch ist. Am spät Nachmittag, wenn die Sonne immer niedriger verläuft, verschieben sich die Lichter immer mehr aus dem gelblichen in den rötlichen Bereich. Die Zeitperiode kurz bevor Sonnenuntergang nennt man „goldene Stunde“, die kurz danach „blaue Stunde“ (in Morgendämmerung sind sie in umgekehrter Reihenfolge). Die Aufnahme unten habe ich in Maria Wörth gemacht. Gerade konnte ich noch die letzten Augenblicke der blauen Stunde nutzen. Das Wasser – dank der Flaute – hat das Bild der Halbinsel reflektiert.

Weitere Infos über die goldene und blaue Stunde:

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Stunde_(Fotografie)

https://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Stunde

 

 

#liebezumlicht #fenyszeretete #GaborFoto #Woerthersee #wortito#fotoworkshop #ahonaptemaja #themadesmonats

2018.07.26. Das Thema des Monats: der Wörthersee Teil 4.

„Thema des Monats“ ist der Wörthersee (Teil 1, Teil 2, Teil 3). In dieser Serie stelle ich Ihnen diese Woche vor, wie nützlich es sein kann, wenn wir unser Foto mit Hilfe der Umgebung „umrahmen“. Zuerst klären wir warum man überhaupt ein Bild umrahmen sollte:

  • In der Umgebung unseres Fotothemas sind störende Elemente, die wir ohne ein Bildbearbeitungsoftware verstecken wollen (z.B. ein Gebäude, Strommast, etc.)
  • Das Fotothema ist zu weit entfernt, so wäre zu grosses leeres Teil auf dem Bild (z.B. um einen Berggipfel herum wäre zu viel Himmel)
  • Wir möchten erahnen lassen, von wo die Aufnahme gemacht wurde (z.B. bei einem von einem Felsen fotografierten Panoramabild kann eine gute Idee sein mit den Felsen um herum das Bild zu umrahmen)
  • verschönerndes, dynamisierendes Element.

Diesmal habe ich sogar 2 Beispiele von der Wörthersee-Gegend gebracht. Beim ersten kehren wir zu meinem Lieblingsaussichtspunkt zurück. Mein Fotothema is der Gipfel des Mittagskogels, der aber ziemlich weit entfernt von mir liegt. Ohne dynamische Wolken wären zu viele langweilige Elemente auf meinem Bild (der Blick auf den blauen oder gleichmässig grauen Himmel kann oft nicht interessant genug sein). Wenn ich in das Fotothema reinzoomen würden, dann würde ich höchstwahrscheinlich ein trübes, schleierhafte Bild bekommen wegen des Dampfes in der Atmosphäre. Es ist also wert die Umrahmung auszuprobieren. Von den Asten der umgebenden Kiefer habe ich eine (fast) runde Öffnung gesucht und so kann ich den Blick des Betrachters auf den Gipfel fokussieren. Ich habe noch aufgepasst, dass die äste unterexponiert (dunkel) werden, damit sie den Blick des Beobachters nicht auf sich ziehen.

#liebezumlicht #fenyszeretete #GaborFoto #Woerthersee #wortito#fotoworkshop #ahonaptemaja #themadesmonats

2018.07.19. Das Thema des Monats: der Wörthersee Teil 3.

„Thema des Monats: Wörthersee“ Fortsetzung (Teil 1, Teil 2,)
Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, wann lohnt es sich am besten Landschaft zu fotografieren und was bedeutet „goldene Stunde“ und „blaue Stunde“. Diese Woche habe ich unseren Lieblingsaussichtspunkt in Velden besichtigt – der auch Teil meines Panorama-Foto-Workshops ist – und habe eine Vergleichsfotoserie gemacht. Am ersten Bild habe ich noch gerade den letzten Augenblick der goldenen Stunde erwischt. Eigentlich hätte ich 20 Minuten vorher das Bild machen sollen, aber dann war ich noch an einem anderen Spot. So geht es einem, wer an mehreren Orten gleichzeitig sein möchte  Die zweite Aufnahme habe ich während der blauen Stunde geschossen, die Stadtbeleuchtung ist schon an, aber die Konturen der Landschaft sind noch zu sehen. Das dritte Bild habe ich am Ende der blauen Stunde, vor dem sogenannten astronomischen Dunkelheit aufgenommen. In diesem Zeitraum macht man meistens die Nachtaufnahmen von einer Stadt, weil es schon dunkel genug ist, aber Teile, die nicht von der Strassenbeleuchtung beleuchtet sind, verschwinden auch nocht nicht im Nichts.

#liebezumlicht #fenyszeretete #GaborFoto #Woerthersee #wortito#fotoworkshop #ahonaptemaja #themadesmonats

2018.07.30. Das Thema des Monats: der Wörthersee Teil 5.

Das Thema des Monats ist der Wörthersee (Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4). Wir setzen da fort wo wir letzte Woche aufgehört haben: Umrahmung unseres Bildes mit Hilfe der umgebenden Elementen. Der heutige Spot ist eine Kapelle auf einem kleinen Hügel, davor eine Wiese mit einer alten Linde, darunter eine zu verweilen lockende Bank. Wie fotografieren wir das? Auf die Frage kommt eine Frage: Was ist unser Ziel? Dokumentation des Platzes? Vermitteln unsere Gefühle oder Meinung durch das Bild? Erstaunen? So viele interessante Fragen mit vielen richtigen Lösungen.

Auf der ersten Aufnahme kann man die sachliche Dokumentation des Ortes sehen. Ungefähr in die Mitte komponiert die Kapelle, umrahmen von den umgebenden Bäumen, davor die grüne Wiese etwas verloren, und da ist auch die Bank unter der Linde. Der Rahmen mit den Bäumen gibt eine intimere Atmosphäre, aber die Betonung ist auf Sachlichkeit. Technisch muss man auf die Perspektive des Gebäudes achten (soll in keine Richtung lehnen) und darauf dass, der Vordergrung nicht unterexponiert (dunkel), der Hintergrund nicht überexponiert (hell, ausgebrannt) wird.

Auf dem zweiten Foto bin ich in den Vorhof der Kapelle gegangen, von da aus kann man die Wiese, den Stamm des alten Baumes und die Bank auch gut sehen. Die Sonne geht gerade herunter, sie strahlt noch durch den Laub des Baumes. Die Bank lockt uns zum stillen Verweilen. Zum Entfliehen dem lauten Alltag. Der Rahmen ist die Seitenmauer des Vorhofes und das Dach, das uns auch physisch von abgebildeter Landschaft trennt. Die einzige Beziehung zwischen den beiden ist der Stufe des Eingangs, der uns die Möglichkeit gibt in die andere Welt zu treten.

Mit diesem Bild endet unser Theme im Juli: der Wörthersee. Aber kein Grund traurig zu sein, da ich in August mit eineim neuen Thema komme: Nachtfotografieren des Himmels. Ich werde über Milchstrasse- und Sternenfotografieren und noch einige interessante Möglichkeiten schreiben.

Wenn dir diese Post gefallen hat, drück ein „Like” und teile sie.